Denkmalgeschützte Häuser



Denkmalgeschützte Häuser – Windmühle an de Krütpasch 16

Krütpasch Mühle

Windmühle An de Krütpasch 16

Denkmallisten-Nr. 24

Die Windmühle An de Krütpasch ist diejenige unter den drei noch erhaltenen Issumer Mühlen, deren Restaurierung trotz des Fehlens der Flügel als abgeschlossen zu betrachten ist. Sie wird heute dauerhaft als Wohngebäude benutzt. 1870 in ihrer heutigen Gestalt erbaut, blieb sie von 1917 bis in die 1980er Jahre im Besitz der Familie Kleinmanns, daher auch ihr Name „Kleinmanns-Mühle“.

Den älteren Issumer Bürgern ist der Müller Johannes Kleinmanns sen. noch unter seinem Spitznamen „Mahle Jan“ bekannt. In der Kleinmanns-Mühle wurde nicht nur Getreide gemahlen, sondern auch vielerlei Arten von Handel abgewickelt, so z. B. Handel mit Futtermitteln, Saatkartoffeln und anderem Saatgut. Die Saatkartoffeln wurden sogar eigens in Ostpreußen eingekauft und mit der Bahn nach Issum geliefert. Auch der Flachs, der in Issum bis Ende des 19. Jhdt. insbesondere in der Bauerschaft Hochwald angebaut und weiterverarbeitet wurde, dürfte hier zeitweise seinen Umschlagplatz gefunden haben. Unter den Issumer Mühlen blieb die Kleinmanns-Mühle bis in die 60-er Jahre des letzten Jahrhunderts am längsten in Betrieb, möglicherweise auch unter allen linksniederheinischen Mühlen, von denen die meisten in den 1920er und -30er Jahren den Dienst einstellten.

1992 begann der Umbau in ein Wohngebäude, unter Beibehaltung der Mühlenstruktur. Mit viel Engagement und einer aufwändigen Restauration wurde sie in den heutigen hervorragenden baulichen Zustand versetzt. In bautechnischer Hinsicht handelt es sich bei dieser Mühle um eine mehrgeschossige Turmwindmühle aus Backstein. Sie ist bedeutend für die Geschichte der Menschen sowie für die Arbeits- und Produktionsverhältnisse am Niederrhein im 19. Jhdt., darüber hinaus ein bedeutendes Zeugnis der vorindustriellen Landschaft und in hohem Maße landschaftsprägend. Im März 1987 wurde daher beschlossen, diese Mühle unter Denkmalschutz zu stellen.

--- Auszug aus einer Beschreibung von G. Tersteegen, J. Haus